Was ist ein individueller QR-Code?
QR steht für quick response, also schnelle Antwort. Es ist ein Quadrat aus schwarzen und weißen Modulen, in dem Daten gespeichert sind – meist eine URL. Das Handy liest diese Informationen in weniger als einer Sekunde aus und öffnet die Seite.
Ein individueller QR-Code funktioniert exakt genauso. Sie verändern nur das Aussehen: Farben, Hintergrund, Form der Module, dazu ein Logo in der Mitte. Der codierte Inhalt bleibt dabei unverändert.
Was die Gestaltung wirklich bringt
Ein nackter Code sieht aus wie jeder andere Code auf der Welt. Ein Code in den Farben Ihres Hauses wird sofort mit Ihrer Marke verbunden, und der Gast versteht, dass er zu Ihnen führt und nicht zu irgendeiner Werbeanzeige.
Der Unterschied lässt sich messen. In Tests der Anbieter aus der Branche wird ein Code mit Logo und wiedererkennbarer Farbe 20 bis 30 % häufiger gescannt als ein anonymer Schwarz-Weiß-Code. Nehmen Sie diese Zahl als Größenordnung: Sie hängt vor allem vom Träger und vom Text ab, der den Code begleitet.
Am Tisch scannt der Gast kein Quadrat. Er scannt etwas, das er als die Karte des Hauses erkannt hat.
Einen individuellen QR-Code erstellen: die vier Schritte
Mit jedem seriösen Generator dauert das nur wenige Minuten. Die Reihenfolge zählt, denn jeder Schritt schränkt den nächsten ein.
- Wählen Sie die Art des Inhalts: eine URL zu Ihren Webseiten, einen Text, eine Telefonnummer, eine Kontaktkarte, einen Link zu Ihren sozialen Netzwerken.
- Fügen Sie den exakten Link ein, mit https. Ein kurzer Link erzeugt einen weniger dichten Code, der sich aus der Entfernung leichter lesen lässt.
- Legen Sie Ihr Design fest: Farben, Formen, Hintergrund, danach das Logo.
- Testen Sie den Code und erzeugen Sie erst dann die finale Datei zum Herunterladen.
Für einen kostenlosen individuellen QR-Code reichen die meisten Werkzeuge aus. Prüfen Sie nur, was im Angebot enthalten ist: Die Erstellung ist oft gratis, die Auswertung der Scans oder das spätere Ändern des Links wird aber berechnet.
Welches Format herunterladen
Nehmen Sie immer SVG oder vektorielles PDF, wenn Sie drucken wollen. Diese Dateien lassen sich vergrößern, ohne unscharf zu werden. PNG in hoher Auflösung (mindestens 1000 px) genügt für Bildschirme oder kleine Aufkleber.
Ein Logo einbauen, ohne die Lesbarkeit zu zerstören
Jeder QR-Code enthält eine Fehlerkorrektur. Ein Teil der Module dient dazu, die Daten wiederherzustellen, wenn der Code beschädigt, verschmutzt oder teilweise verdeckt ist. Genau dieser Mechanismus macht das Logo möglich.
Es gibt vier Stufen: L (7 %), M (15 %), Q (25 %) und H (30 %). Für ein Logo wählen Sie Stufe H. Damit dürfen Sie bis zu 30 % der Fläche überdecken – zielen Sie aber lieber auf 15 bis 20 %, um Reserve zu behalten.
- Setzen Sie das Logo in die Mitte, niemals auf die drei großen Eckquadrate.
- Legen Sie einen deckend weißen Hintergrund hinter das Logo, wenn es helle Flächen enthält.
- Eine transparente Logoversion wirkt auf farbigem Hintergrund schlecht: Nehmen Sie lieber eine Vollfläche.
- Testen Sie mit drei verschiedenen Handys, darunter ein älteres Android-Gerät.
Wenn Ihr Betrieb Pflichtangaben oder ein Hausgemacht-Logo zeigt, bauen Sie es nicht in den Code ein – er würde unlesbar. Platzieren Sie es daneben.
Farben und Formen: die Regeln
Der Scanner im Handy sieht keine Farben, er sieht Kontrast. Zwischen Modulen und Hintergrund muss deshalb ein deutlicher Unterschied liegen.
Die Kontrastregel
Peilen Sie ein Kontrastverhältnis von mindestens 4:1 an und halten Sie die Module dunkler als den Hintergrund. Die Umkehrung – helle Module auf dunklem Grund – lässt einen Teil der Lesegeräte scheitern, vor allem ältere. Vermeiden Sie außerdem reines Rot und Gelb, das manche Sensoren schlecht erfassen.
Die Form der Module
Die Generatoren bieten runde Module, Tropfen- oder Rautenformen an. Diese Funktionen sind unbedenklich, solange die Formen voneinander getrennt bleiben und die drei Eckmarkierungen ihre quadratische Struktur behalten. Ein Farbverlauf funktioniert, sofern er von Anfang bis Ende dunkel bleibt.
Statisch oder dynamisch: änderbar oder nicht
Das ist die folgenreichste Entscheidung, und sie hat nichts mit dem Design zu tun. Ein statischer Code enthält die URL fest eingeschrieben. Ein dynamischer Code enthält eine Weiterleitung, die Sie jederzeit selbst ändern können.
| Kriterium | Statischer QR-Code | Dynamischer QR-Code |
|---|---|---|
| Ziel ändern | Nicht möglich, Neudruck nötig | Ja, jederzeit |
| Scan-Statistiken | Keine | Anzahl, Datum, Gerät |
| Dichte des Codes | Hoch bei langer URL | Niedrig, kurzer Link |
| Kosten | Kostenlos | Abo, meist 5 bis 15 € pro Monat |
| Gültigkeitsdauer | Unbegrenzt | An das Abo gebunden |
Für eine Karte, die sich mit den Jahreszeiten ändert, führt kein Weg am dynamischen Code vorbei. Sie drucken einmal und aktualisieren danach nur noch den Inhalt. Genau so funktioniert eine kontaktlose Speisekarte: Der Träger bleibt, die Karte verändert sich.
Drucken: Schild, Aufkleber, Tischaufsteller
Die Größe ist die häufigste Fehlerquelle. Einfache Faustregel: Die Breite des Codes soll einem Zehntel der Leseentfernung entsprechen. Scan aus 30 cm, Code von 3 cm. Scan aus 2 m, Code von 20 cm.
Die gängigsten Träger
- Schild mit individuellem QR-Code: Plexiglas oder Dibond, 8 bis 10 cm Kantenlänge, für Theke und Eingang.
- Aufkleber mit individuellem QR-Code: 4 bis 6 cm, aus mattem Vinyl. Glänzendes Material spiegelt das Licht der Strahler und blockiert das Auslesen.
- Tischaufsteller: das im Service am häufigsten gescannte Format, zum sitzenden Gast geneigt.
- Visitenkarten, T-Shirts, Armbänder: für Veranstaltungen, nützlich für Unternehmen auf Messen und für Ihre Marketingaktionen.
Lassen Sie immer einen weißen Rand von vier Modulen rund um den Code. Das ist die Ruhezone – und das Erste, was Grafiker versehentlich entfernen.
Warum ist mein QR-Code nicht lesbar?
Wenn ein Code nicht funktioniert, liegt die Ursache fast immer in dieser Liste: zu wenig Kontrast, zu großes Logo, für die Entfernung zu kleiner Code, entfernter weißer Rand, glänzender Untergrund oder eine zu lange URL, die den Code sehr dicht macht.
Gehen Sie diese Punkte einzeln durch, bevor Sie alles neu erstellen. In neun von zehn Fällen genügt es, den Code zu vergrößern und den Rand wiederherzustellen.
Ein Wort zur Sicherheit: Der Code selbst lässt sich nicht hacken, er enthält nur feste Daten. Das Risiko ist ein betrügerischer Aufkleber, der über Ihren geklebt wird. Kontrollieren Sie Ihre Träger wöchentlich, besonders auf der Terrasse.
Denken Sie zuletzt daran, was nach dem Scan passiert. Ein Gast, der erst etwas installieren muss, springt ab: Setzen Sie auf eine Speisekarte ohne App, die sich direkt im Browser öffnet. In unserem Generator führt der Code auf eine fertige mobile Seite, und denselben Link teilen Sie in Ihren sozialen Netzwerken und auf Ihren gedruckten Trägern.














