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Bestellterminal im Restaurant: Nutzen, echte Kosten und Alternativen

Preise, Installation, Anzahl der Terminals, Kassenanbindung: was ein Bestellterminal im Restaurant wirklich verändert – und die Alternative ohne Hardware.

Wozu ein Bestellterminal im Restaurant dient

Ein Bestellterminal ist eine Stele mit Touchscreen, die am Eingang oder in der Nähe des Tresens steht. Der Gast stellt sich seine Bestellung selbst zusammen, zahlt mit Karte und geht mit einem nummerierten Bon weiter. Die Bestellung läuft direkt in die Küche, ohne Umweg über einen Mitarbeiter.

Das Prinzip stammt aus dem Fastfood, hat sich aber längst darüber hinaus verbreitet. Bäckereien, Kantinen, Food-Courts in Einkaufszentren, Betriebsrestaurants: Selbstbedienung setzt sich überall dort durch, wo sich der Andrang auf zwei Stunden konzentriert.

Wie funktioniert ein Bestellterminal?

Der Ablauf besteht aus vier Schritten. Die Oberfläche zeigt die Kategorien, der Gast wählt aus, bestätigt und zahlt. Die Ansage auf dem Bildschirm ist kurz: Jetzt bestellen! Danach führt das Terminal Schritt für Schritt durch den Vorgang, ganz ohne Erklärung durch das Personal.

  • Auswahl der Produkte auf dem Bildschirm, mit Fotos und Beschreibungen
  • Individualisierung: Garstufe, Saucen, Extras, Allergenhinweise
  • Zusatzverkäufe über automatische Vorschläge
  • Zahlung per Karte, kontaktlos oder mit digitalen Essensmarken

Alles hängt an der Verbindung zum Kassensystem. Das Terminal ist nur eine Oberfläche: Die Kasse verwaltet Preise, Bestände, Mehrwertsteuer und den Bondruck in der Küche. Ein Terminal, das schlecht an die Registrierkasse angebunden ist, zwingt zum Nacherfassen der Bons – und der Zeitgewinn ist dahin.

Welche Vorteile bietet ein Bestellterminal?

Der erste Gewinn ist rein rechnerisch. Drei Terminals bedeuten drei parallele Bestellannahmen statt einer einzigen am Tresen. Die Warteschlangen lösen sich auf, weil es mehr Einstiegspunkte gibt – nicht weil es schneller geht.

Der zweite Gewinn betrifft den durchschnittlichen Bon. Ketten, die dazu Zahlen veröffentlichen, sprechen von Steigerungen zwischen 15 und 30 %: als Größenordnung zu verstehen und stark von der Karte abhängig. Das Gerät schlägt Getränk und Dessert konsequent vor, ohne Ermüdung und ohne Vergessen – daher stammt der größte Teil des Effekts auf den Umsatz.

Der dritte Gewinn ist menschlich. Das Team wechselt von der Eingabe zur Produktion und zur Ausgabe. Viele Betriebe streichen keine Stelle, sondern setzen eine Person im Gastraum ein, um den Gästen, die den direkten Kontakt bevorzugen, einen besseren Service zu bieten.

Unser Terminal hat vor allem den Mittagsservice verändert. Wir schaffen gleich viele Gäste mit einer Person weniger am Tresen, und die Wartezeit hat sich zur Stoßzeit halbiert.

Was kostet ein Bestellterminal für die Gastronomie?

Das ist die entscheidende Frage, und die ausgewiesenen Preise verbergen oft die Hälfte des Budgets. Eine neue Stele mit 22 bis 32 Zoll liegt beim Kauf zwischen 2.500 und 8.000 €, je nach Bildschirmgröße, Standfuß und integriertem Zahlungsterminal.

Dazu kommen die Software-Lizenz mit 50 bis 150 € pro Monat und Terminal, die Installation und das Einpflegen der Karte (300 bis 900 €) sowie die Wartung. Auf drei Jahre gerechnet kommt ein einzelnes Terminal selten unter 6.000 € Gesamtkosten.

Kauf, Miete oder gebraucht

  • Kauf: abschreibbare Investition, häufig per Leasing über 36 bis 60 Monate finanzierbar.
  • Miete: 90 bis 250 € pro Monat, Hardware und Wartung inklusive. Sinnvoll, um zu testen, bevor der ganze Gastraum ausgestattet wird.
  • Gebraucht: möglich über Händler für Kassentechnik, aber prüfen Sie, ob die Software noch gepflegt wird und der Touchscreen keine toten Zonen hat.

Vorsicht bei Billigstelen von internationalen Online-Marktplätzen: Das Gehäuse kostet wenig, die zu Ihrer Kasse passende Bestellsoftware für die Gastronomie kostet viel. Auch zwischen den Märkten gibt es deutliche Preisunterschiede – Deutschland, Österreich und die Schweiz haben jeweils eigene Systemhäuser und eigene Preislisten.

Installation: wie viele Terminals und wo aufstellen

Wie viele Terminals braucht ein Restaurant?

Die verlässlichste Faustregel aus der Praxis: ein Terminal pro 40 bis 60 Bestellungen im stärksten Service. Unter 80 Gästen mittags reicht fast immer ein einziges Terminal. Ab 150 werden zwei oder drei nötig, damit nicht genau die Schlange entsteht, die man vermeiden wollte.

Der Standort zählt genauso viel wie die Anzahl. Ein Terminal muss von der Tür aus sichtbar sein, abseits des Wegs zu den Toiletten stehen und einen Meter Bewegungsfläche für Rollstuhlfahrer sowie eine barrierefreie Zufahrt bieten.

Lässt sich ein Bestellterminal im Außenbereich aufstellen?

Ja, sofern Sie ein Terminal wählen, das dafür gebaut ist. Nötig sind mindestens Schutzart IP65, ein Display mit hoher Helligkeit (1.500 bis 2.500 Nits), das bei direkter Sonne lesbar bleibt, und eine beheizte Scheibe gegen Kondenswasser. Rechnen Sie mit 30 bis 50 % Aufpreis gegenüber einem Innenmodell, dazu Fundament und Stromanschluss.

So finden Sie das passende Terminal für Ihren Betrieb

Das wichtigste Kriterium ist weder die Bildschirmgröße noch das Design der Stele, sondern die Kompatibilität mit Ihrem Kassensystem. Ein Terminal, das die Umsätze automatisch in Ihre vorhandene Software überträgt, erspart Ihnen doppelte Buchführung und einen kompletten Systemwechsel.

  • Native Anbindung an Ihr Kassensystem und den Küchendrucker
  • Intuitive Bedienung, maximal drei Taps bis zur Zahlung
  • Mehrsprachigkeit und Anzeige der Allergene
  • Integrierte Kundenkarte, erkannt per Telefonnummer oder QR-Code
  • Wartungsvertrag mit schriftlich zugesagter Reaktionszeit

Testen Sie den Ablauf selbst, bevor Sie unterschreiben. Wenn Ihre Karte 90 Positionen umfasst, vergrault ein schlecht strukturiertes Terminal den Gast vor der Bestätigung. Kurze, modular aufgebaute Karten funktionieren in der Selbstbedienung am besten.

Die Alternative ohne Hardware: die Bestellung per QR-Code

Das Terminal löst ein klar umrissenes Problem: den Engpass am Tresen. Liegt Ihre Schwierigkeit woanders – Service am Tisch, Aktualisierung der Karte, internationale Gäste –, erledigt das Smartphone des Gastes dieselbe Aufgabe ohne Investition. Eine QR-Code-Speisekarte für Restaurants macht jeden Tisch zum Info-Punkt und jedes Handy zum Bestellbildschirm.

KriteriumBestellterminalKarte und Bestellung per QR-Code
Anfangsinvestition2.500 bis 8.000 € pro TerminalKeine Hardware nötig
Monatliche Kosten50 bis 150 € pro TerminalEin Abo, unabhängig von der Anzahl der Tische
Aktualisierung der KarteÜber das Back-Office, danach SynchronisationSofort, im Gastraum in Sekunden sichtbar
Anzahl der BestellpunkteAuf die Zahl der Terminals begrenztSo viele wie anwesende Gäste
InstallationFundament, Netzwerk, StromanschlussEin QR-Code auf jedem Tisch

Der QR-Code hat einen weiteren Vorteil: die Rechtssicherheit. Die Karte übersetzen, die vierzehn Allergene ausweisen und die Vorgaben zur Preisauszeichnung in der Gastronomie einhalten – all das erledigen Sie in einem Arbeitsschritt, ohne irgendetwas neu zu drucken.

Terminal, QR-Code oder beides

Beide Werkzeuge stehen nicht im Widerspruch, sie decken unterschiedliche Situationen ab. In der Schnellgastronomie fängt das Terminal die Mittagsspitze ab, während der QR-Code die Bestellung am Tisch und das Außer-Haus-Geschäft bedient. Betriebe, die ihre Bestellannahme erfolgreich optimiert haben, kombinieren meist beide Kanäle, statt sich für einen zu entscheiden.

Wenn Sie am Anfang stehen, ist die Reihenfolge einfach: Beginnen Sie mit dem Kanal, der keine Hardware kostet, messen Sie zwei Monate lang, wie viele Gäste tatsächlich digital bestellen, und entscheiden Sie dann, ob Sie ein Terminal ergänzen. So gehen viele Betriebe in der Schnellgastronomie vor, bevor sie Geld in Hardware stecken.

Ein gut platziertes Terminal spart Zeit und steigert den Umsatz. Es ersetzt aber keine klare Karte, keine ausreichend dimensionierte Küche und kein Team, das im Takt mitgeht. Es ist ein Beschleuniger, keine Korrektur.

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