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Ihre Speisekarte im Google-Unternehmensprofil: der Kanal mit den meisten Scans

So fügen Sie den Link zu Ihrer Speisekarte in Ihrem Google-Unternehmensprofil ein, wo er erscheint und welche Einstellungen lokal wirklich Gäste bringen.

Die erste Speisekarte, die Ihre Gäste öffnen, steht bei Google

Wer überlegt, wo er mittags essen geht, tippt nicht den Namen Ihrer Website ein. Er sucht nach „italienisches Restaurant" plus Ortsname und schaut sich die drei Betriebe an, die ganz oben stehen. Was er danach anklickt, ist Ihr Unternehmensprofil – nicht Ihre Startseite.

Bei einem Restaurant im Viertel bringt das Profil regelmäßig zehn- bis dreißigmal mehr Aufrufe als die Website. Das ist eine Größenordnung, kein Naturgesetz: Öffnen Sie Ihre Statistiken, dann sehen Sie den Abstand bei sich selbst. Die Website bekommt ein paar Dutzend Besucher im Monat, das Profil oft mehrere Tausend.

Trotzdem bleibt die Speisekarte fast immer auf der Website eingesperrt. Der Gast muss auf „Website" klicken, den Seitenaufbau abwarten, den Reiter mit der Karte suchen und ein PDF öffnen. Vier Hürden, bevor er weiß, ob Sie glutenfreie Gerichte servieren. Viele geben auf und gehen zum nächsten Restaurant weiter.

Wenn Sie einen Link zu Ihrer Speisekarte direkt im Profil hinterlegen, fallen diese Schritte weg. Das ist der lohnendste Handgriff in Ihrer lokalen Sichtbarkeit, und er dauert zehn Minuten.

Was ist ein Google-Unternehmensprofil?

Das Unternehmensprofil bei Google, lange Google My Business genannt, ist der Informationsblock, der rechts neben den Suchergebnissen und in Google Maps erscheint. Name, Adresse, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen, Telefonnummer, Leistungen: alles an einer Stelle. Google hat das Werkzeug 2021 in Google Business Profile umbenannt, aber der Begriff My Business ist in der Branche weiter überall in Gebrauch.

Das Profil ist kostenlos. Sie beanspruchen es mit einem Google-Konto, erhalten einen Bestätigungscode per Post oder Telefon und können Ihre Angaben danach selbst pflegen. Ohne Bestätigung zeigt Google trotzdem ein Profil an, das aus externen Quellen zusammengesetzt ist – oft lückenhaft und manchmal schlicht falsch. Um Ihre Speisekarte einzutragen, müssen Sie das Profil also zuerst anlegen oder übernehmen.

Wer kann seine Speisekarte bei Google hinterlegen?

Jeder Betrieb, der in einer Gastronomiekategorie geführt wird: Restaurant, Pizzeria, Weinbar, Brauereigaststätte, Foodtruck, Café, Caterer mit Sitzplätzen. Die Menü-Option taucht auf, sobald Ihre Hauptkategorie zur Gastronomie gehört. Wenn Sie sie nicht sehen, liegt es fast immer an der Kategorie und nicht am Werkzeug.

Hotels sind die Ausnahme. Ihr Profil folgt einem anderen Muster, das teilweise von Buchungsplattformen gespeist wird, und der Menübereich steht dort nicht immer zur Verfügung.

Wo erscheint Ihre Speisekarte im Profil?

Auf dem Smartphone erscheint oben im Profil ein Reiter „Menü", neben „Übersicht" und „Bewertungen". Am Rechner steht der Link im Informationsblock unterhalb der Öffnungszeiten. In Google Maps sitzt er an derselben Stelle, und das ist entscheidend: Ein großer Teil der Aufrufe passiert in der Maps-App und nicht in der klassischen Suche.

Alles läuft direkt über Google, ohne separates Werkzeug. Melden Sie sich mit dem Inhaberkonto an, tippen Sie den Namen Ihres Restaurants in die Suche, und die Verwaltungsleiste erscheint über den Ergebnissen.

Schritt für Schritt

  • Öffnen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil über die Suche oder über Google Maps, angemeldet mit dem richtigen Konto.
  • Klicken Sie auf „Profil bearbeiten" und wählen Sie den Reiter „Informationen".
  • Scrollen Sie bis zum Abschnitt „Menü-Links" oder „Menü".
  • Fügen Sie die Adresse Ihrer Online-Speisekarte ein und speichern Sie.
  • Rechnen Sie mit einigen Minuten bis drei Tagen, bis die Änderung freigegeben ist.

Zwei weitere Felder liegen direkt daneben: „Online bestellen" und „Tisch reservieren". Tragen Sie dort nicht überall dieselbe Adresse ein. Wer auf Menü klickt, will lesen; wer auf Bestellen klickt, will bezahlen – und das sind zwei verschiedene Wege.

Welche Adresse gehört dort hinein?

Der Link muss auf eine Seite führen, die sich auf dem Handy in einer Sekunde öffnet. Ein PDF erfüllt das nicht: Es wiegt oft mehrere Megabyte, zwingt zum Zoomen, und Google kann seinen Inhalt nicht auswerten. Eine für das Smartphone gebaute digitale Speisekarte lädt sofort und bleibt ohne Zoomen lesbar.

Prüfen Sie außerdem, wie stabil die Adresse ist. Wenn Sie zu jeder Saison eine neue Seite anlegen, bricht der Link, und Google entfernt ihn irgendwann. Eine feste URL, deren Inhalt Sie ändern, ist besser als alle drei Monate eine neue Seite.

Und wenn Sie keine Website haben?

Das ist kein Hindernis. Die Adresse einer Online-Speisekarte genügt, um das Feld zu füllen, auch ohne Website. Viele Restaurants nutzen ihre QR-Code-Speisekarte als einzige Webseite: Dieselbe Adresse bedient den QR-Code auf den Tischen und den Link im Profil. Eine Aktualisierung, zwei Kanäle.

PDF auf der Website oder digitale Speisekarte im Profil

Der Unterschied liegt nicht am Inhalt der Karte. Er liegt an der Zahl der Klicks zwischen dem Gast und der ersten gelesenen Zeile.

KriteriumPDF auf der WebsiteDigitale Karte im Profil
Klicks ab den Google-Ergebnissen4 bis 51
Darstellung auf dem HandyZoomen nötig, 2 bis 6 MBDirekt lesbar, lädt sofort
Einen Preis ändernDatei neu erstellen und hochladenÄnderung am selben Tag online
Von Google gelesener InhaltNicht auswertbarIndexierbarer Text
Auswertung der AufrufeKeineAufrufe je Gericht und je Stunde
Bei den Profilen, die uns begegnen, gehört der Menü-Link zu den drei meistgeklickten Schaltflächen, direkt hinter Route und Anruf. Er ist der einzige, der Lust aufs Kommen macht, bevor der Gast überhaupt auf die Adresse geschaut hat.

Den Rest des Profils für die lokale Suche einrichten

Der Menü-Link verbessert die Klickrate, aber er lässt Sie nicht bei mehr Suchanfragen auftauchen. Dafür braucht es vier Einstellungen, die die meisten Gastronomen auf Standard stehen lassen.

Die richtige Kategorie wählen

Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchanfragen Google Sie zeigen kann. „Restaurant" ist zu unscharf und setzt Sie in Konkurrenz zur ganzen Stadt. Nehmen Sie lieber „Libanesisches Restaurant" oder „Austernbar", wenn es passt, und ergänzen Sie zwei bis drei Nebenkategorien für Ihre weiteren Angebote: Brunch, Cocktailbar, Catering.

Attribute und Leistungen ausfüllen

Attribute sind Häkchen, die Google in Suchfilter übersetzt. Terrasse, barrierefreier Zugang, vegetarische Gerichte, Reservierung möglich, kontaktloses Bezahlen: Jedes gesetzte Häkchen macht Sie für eine weitere Suchanfrage sichtbar. Wer nach „Terrasse" filtert, bekommt ein Restaurant ohne dieses Attribut nie zu sehen – selbst mit fünfzig Plätzen draußen.

Wenn Sie ein Kindermenü, offene Weine oder glutenfreie Gerichte anbieten, schreiben Sie das in die Attribute und nicht in die Beschreibung. Füllen Sie die Beschreibung anschließend mit 750 Zeichen: Schreiben Sie, was Sie servieren und für wen, ohne Schlagwörter aneinanderzureihen. Google liest sie, Ihre Gäste auch.

Regelmäßig Fotos einstellen

Profile mit frischen Bildern bekommen deutlich mehr Klicks auf die Route. Sie können Fotos in wenigen Sekunden über die Google-Maps-App hochladen, zwischen zwei Services. Drei pro Monat genügen, um präsent zu bleiben.

  • Zwei oder drei Gerichte der aktuellen Karte, bei Tageslicht aufgenommen.
  • Die Fassade, damit der Gast Sie bei der Ankunft erkennt.
  • Der Gastraum während des Service, nicht leer vor dem Öffnen.
  • Die Terrasse, falls Sie eine haben.

Lassen Sie Stockfotos weg. Man erkennt sie, und sie erzeugen eine Lücke zur Wirklichkeit, die später in den Bewertungen landet.

Beiträge veröffentlichen

Mit der Beitragsfunktion stellen Sie eine Meldung ein, die einige Tage im Profil sichtbar bleibt: Empfehlung der Woche, Themenabend, Betriebsferien. Kaum ein Restaurant nutzt sie, was sie umso wirksamer macht. Zwei Beiträge im Monat halten das Aktivitätssignal aufrecht, auf das Google achtet.

Ergebnisse verfolgen und das Profil im Alltag pflegen

Google liefert kostenlos die Details zu dem, was in Ihrem Profil passiert: Zahl der Suchanfragen, Aufrufe, Klicks zur Website, Anrufe, Routenabfragen. Notieren Sie Ihre Zahlen im Monat vor dem Eintragen des Menü-Links und vergleichen Sie dreißig Tage später. Nur so lässt sich der Effekt ehrlich messen.

Schauen Sie sich vor allem an, über welche Suchbegriffe man Sie findet. Dort sehen Sie, wonach die Leute wirklich suchen: ein Gericht, ein Viertel, eine späte Uhrzeit. Diese Formulierungen zeigen Ihnen, was in Ihre Beschreibung und Ihre Kategorien gehört.

Bewertungen erbitten, ohne zu nerven

Menge und Aktualität der Bewertungen wiegen im lokalen Ranking schwer. Am einfachsten ist die SMS am Tag nach dem Essen, mit dem Kurzlink, den Google im entsprechenden Bereich bereitstellt. Eine Nachricht pro zufriedenem Gast, nie zwei, und nur an die, bei denen der Abend gut gelaufen ist.

Schreiben Sie keine Bewertungen selbst und kaufen Sie keine. Solche Muster fallen auf, und ein gesperrtes Profil kostet Wochen an Sichtbarkeit. Antworten Sie dafür auf alle Bewertungen, auch auf die schlechten: Das ist sichtbar, es beruhigt, und es kostet Sie zwei Minuten.

Die teuersten Fehler

Der Menü-Link, der auf die Startseite führt. Der Gast wollte die Karte, landet in einem Fotokarussell und ist wieder weg. Verlinken Sie immer die Karte selbst.

Preise, die online anders lauten als im Gastraum. Das führt sofort zu Diskussionen und ist ein Verstoß gegen die Vorschriften: Die Preisauszeichnung muss auf allen Medien übereinstimmen.

Die seit zwei Jahren eingefrorene Karte, mit gestrichenen Gerichten und überholten Preisen. Eine Online-Karte ändern Sie mühelos, oft direkt vom Handy aus, und die Aktualisierung ist binnen einer Minute sichtbar.

Und schließlich das nie beanspruchte Profil. Solange es Ihnen nicht gehört, kann jeder Änderungen an Öffnungszeiten oder Adresse vorschlagen, und Sie können weder die Speisekarte eintragen noch auf Bewertungen antworten.

Ein vollständiges Profil, ein Link, der die richtige Seite in einer Sekunde öffnet, Fotos, die keinen Monat alt sind: Diese drei Punkte reichen, um ein Restaurant an seinen Nachbarn vorbeizuziehen und Gäste zu gewinnen, die es vorher nicht kannten. Um den Rest kümmern sich Ihre Teller.

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