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Pflichtaushänge im Restaurant: die komplette Liste

Allergene, Fleischherkunft, Rauchverbot, Preise, Schanklizenz, Personal: welche Aushänge im Restaurant Pflicht sind und was ihr Fehlen kostet.

Pflichtaushänge im Restaurant: worum geht es genau?

Eine Kontrolle der Lebensmittelüberwachung oder der Gewerbeaufsicht beginnt fast immer mit einem Rundgang durch den Gastraum. Der Prüfer schaut sich Ihre Wände an, bevor er Ihre Unterlagen anschaut. Ein fehlender Aushang fällt in drei Sekunden auf.

Das Prinzip lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Bestimmte Informationen müssen dem Gast zugänglich sein, bevor er bestellt, andere Ihrem Personal. Für jede Angabe ist der Ort vorgeschrieben, ebenso das Medium. Nichts bleibt Ihrem Ermessen überlassen – außer der Gestaltung des Aushangs selbst.

Pflichtaushänge für Restaurants: wer ist betroffen?

Alle Betriebe, die Speisen oder Getränke vor Ort ausgeben. Klassisches Restaurant, Brauhaus, Pizzeria, Café, Foodtruck, Bar. Die Zahl der Sitzplätze ändert nichts: Für 12 Plätze gelten dieselben Aushangpflichten wie für 120.

Ein Betrieb mit Schanklizenz, also ein Getränkeausschank, kommt um mehrere zusätzliche Angaben rund um Alkohol nicht herum. Genau dort passieren die meisten Versäumnisse.

Welche Aushänge sind im Innenbereich Ihres Restaurants Pflicht?

Im Innenbereich geht es um Angaben zum Verzehr, zur Sicherheit und zum Schutz der Gäste. Sie müssen aus allen öffentlich zugänglichen Bereichen heraus sichtbar bleiben – und nicht hinter der Kasse verstaut sein.

Der Allergenaushang

Die 14 Hauptallergene müssen für jedes Gericht ausgewiesen sein: Gluten, Milch, Ei, Schalenfrüchte, Erdnuss, Soja, Fisch, Krebstiere, Weichtiere, Sellerie, Senf, Sesam, Sulfite, Lupine. Sie können sie auf der Karte, in einem einsehbaren Ordner oder auf einer Tafel angeben – vorausgesetzt, Sie weisen deutlich darauf hin, wo die Information zu finden ist.

Ein Hinweis wie „Fragen Sie unser Servicepersonal" genügt nicht mehr: Die Information muss schriftlich vorliegen und verfügbar sein, ohne dass der Gast danach fragen muss. Die Regeln im Detail behandeln wir in unserem Leitfaden zur Allergenkennzeichnung und zur LMIV.

Die Herkunft des Fleisches

Die Herkunft des Fleisches ist für Fleisch (Rind, Schwein, Schaf und Geflügel) im Tellergericht anzugeben. Sie müssen das Land der Geburt, der Aufzucht und der Schlachtung nennen – oder die Angabe „Herkunft: Frankreich", wenn alle drei Stufen dort stattfinden.

Der Aushang erfolgt auf der Karte, auf einem Tischaufsteller oder auf einer im Gastraum gut sichtbaren Tafel. Denken Sie daran, ihn bei jedem Lieferantenwechsel anzupassen. Unsere Seite zum Aushang der Fleischherkunft erläutert die zulässigen Formulierungen.

Rauch- und Dampfverbot

Die Beschilderung zum Rauchverbot ist am Eingang und in den Gasträumen Pflicht. Ein normiertes Schild, das auch auf die Art der drohenden Sanktion hinweist, genügt. Seit 2017 verbietet eine eigene Beschilderung zusätzlich das Dampfen in geschlossenen und überdachten Arbeitsstätten.

Haben Sie eine Terrasse, die an mindestens drei Seiten geschlossen und überdacht ist, gilt sie als Innenraum. Dort ist dieselbe Beschilderung anzubringen.

Jugendschutz, Alkohol und Trunkenheit in der Öffentlichkeit

Ein Betrieb, der alkoholische Getränke ausschenkt, muss mehrere Hinweise aushängen:

  • das Verbot, Alkohol an Minderjährige unter 18 Jahren zu verkaufen, im Rahmen des Jugendschutzes;
  • die Strafen im Zusammenhang mit der Ahndung von Trunkenheit in der Öffentlichkeit und dem Jugendschutz;
  • den Gesundheitshinweis zum Alkoholkonsum während der Schwangerschaft;
  • die Liste der alkoholfreien Getränke, die dem Gast zu reduziertem Preis zur Verfügung stehen.

Diese Aushänge sind in den meisten Paketen der Anbieter enthalten. Prüfen Sie, ob sie tatsächlich die Ahndung von Trunkenheit erwähnen und nicht nur das Verkaufsverbot an Minderjährige.

In der Praxis sind die beiden häufigsten Versäumnisse nicht die Allergene: Es sind der Aushang zu den preisreduzierten alkoholfreien Getränken und die Beschilderung zum Dampfverbot.

Welche Aushänge sind außerhalb Ihres Restaurants Pflicht?

Der Außenbereich informiert den Gast, bevor er eintritt. Drei Blöcke werden dort erwartet.

Preise und Dauer des Angebots

Karte und Menüs müssen vom öffentlichen Gehweg aus lesbar sein, mit Preisen inklusive aller Steuern und dem Hinweis „Bedienung inbegriffen". Sie müssen die Dauer des Angebots für Menüs angeben, die nur in einem begrenzten Zeitfenster verfügbar sind, und kenntlich machen, ob Getränke im ausgewiesenen Preis enthalten sind oder nicht.

Bei offen ausgeschenktem Wein und anderen angebotenen Getränken muss die Füllmenge erscheinen. Die vollständigen Regeln finden Sie auf unserer Seite zur Preisauszeichnung im Restaurant.

Öffnungszeiten und Schanklizenz

Für die Öffnungszeiten gibt es kein vorgeschriebenes Format, sie müssen aber korrekt sein und mit Ihren Online-Einträgen übereinstimmen. Der Aushang der Schanklizenz dagegen ist geregelt: Die Art der Lizenz muss an der Fassade erscheinen, in einer von der Straße aus lesbaren Größe und ohne begleitende Werbung für eine Alkoholmarke.

Pflichtaushänge für Ihre Mitarbeiter: nicht vergessen

Das ist der Bereich, der am häufigsten vernachlässigt wird – obwohl ihn die Gewerbeaufsicht kontrolliert. Eine Tafel im Lager oder im Umkleideraum muss den geltenden Tarifvertrag des Gastgewerbes (HCR), die Kontaktdaten von Gewerbeaufsicht, Betriebsarzt und Notdiensten, die Unterlagen zu den kollektiven Arbeitszeiten, den Urlaubsplan sowie die Brandschutzanweisungen (Sicherheit) und die Hygieneordnung zusammenführen.

Eine A2-Tafel mit Klarsichttaschen kostet unter 40 Euro und fasst alles zusammen. Die aktuellen Texte gibt es kostenlos auf service-public.fr.

Wo finde ich Pflichtaushänge fürs Restaurant als kostenloses PDF zum Ausdrucken?

Das ist die häufigste Suchanfrage zum Thema, und die Antwort ist beruhigend: Sie müssen nichts kaufen.

  • Die offiziellen Aushänge stehen als kostenloses PDF auf den Seiten des Staates und von Santé publique France zum Download bereit.
  • Branchenverbände wie die UMIH stellen ihren Mitgliedern ein Kit zur Verfügung.
  • Großhändler, allen voran Metro, verkaufen ein komplettes laminiertes Paket für 20 bis 60 Euro.

Ein auf normalem Papier ausgedrucktes PDF ist völlig ausreichend. Planen Sie lediglich ein Laminiergerät oder Klarsichthüllen für feuchte Bereiche wie die Spüle ein.

Bußgelder: was ein fehlender Aushang kostet

Die Beträge hängen von der jeweiligen Vorschrift ab. Hier die Größenordnungen für einen Betreiber als natürliche Person.

Fehlender AushangOrtDrohendes Bußgeld
AllergeneGastraum oder KarteBis zu 1 500 €
Herkunft des FleischesGastraum oder KarteBis zu 1 500 €
Rauch- und DampfverbotEingang und GasträumeBis zu 750 €
Preise und BedienungAußen, von der Straße sichtbarBis zu 3 000 €
Jugendschutz, Trunkenheit in der ÖffentlichkeitTresenBis zu 750 €
Aushänge für die MitarbeiterPersonalraum450 € je fehlender Angabe

Bei der ersten Kontrolle bleibt ein Bußgeld selten: In der Regel spricht der Prüfer eine Verwarnung mit einer Frist zur Nachbesserung aus. Im Wiederholungsfall wird es dagegen teuer.

So halten Sie Ihre Pflichtaushänge aktuell

Blocken Sie eine Stunde pro Quartal. Sie prüfen drei Dinge: die Preise, die Fleischherkunft nach einem Lieferantenwechsel und die Allergene nach einer Rezepturänderung.

Beim Medium akzeptiert die Vorschrift Papier ebenso wie Digitales, solange die Information ohne besonderen Aufwand zugänglich ist. Preise und Schanklizenz müssen physisch außen ausgehängt bleiben. Allergene und Fleischherkunft eignen sich dagegen gut für eine online abrufbare Karte, die sich in zwei Minuten korrigieren lässt, statt erneut in die Druckerei zu gehen. Das ist einer der handfestesten Anwendungsfälle für eine QR-Code-Speisekarte im Restaurant: Die Aktualisierung ist sofort wirksam, und die Versionshistorie zeigt Ihnen, was sich geändert hat.

Halten Sie trotzdem eine gedruckte Fassung der Karte im Gastraum bereit. Ein Gast ohne Smartphone oder ein Prüfer in Eile muss die Information lesen können, ohne von Ihrem Netz abhängig zu sein.

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